Investieren – aber unter welchen Bedingungen?

Shownotes

Das nehmen Sie für Ihr Unternehmen mit:

  • Die EU Inc. ist als zusätzliche, freiwillige europäische Rechtsform gedacht, aber noch nicht beschlossen.
  • Geplant sind unter anderem digitale Gründung und Registerführung sowie eine einfachere grenzüberschreitende Nutzung von Unternehmensdaten.
  • Arbeits-, Steuer- und Insolvenzrecht sollen trotz EU Inc. weiterhin weitgehend national geregelt bleiben.
  • In der regionalen Auswertung des DIHK-Energiewende-Barometers 2026 sehen 40,9 Prozent der Befragten ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Energiekosten beeinträchtigt; rund 50 Unternehmen haben sich beteiligt.
  • Prüfen Sie, wie empfindlich geplante Investitionen auf Energiepreise, Infrastruktur, politische Unsicherheit und unterschiedliche europäische Rahmenbedingungen reagieren.

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Die Macherinnen hinter diesem Podcast: Unsere IHK-Redaktion. Konzept, Faktenprüfung und Endabnahme liegen komplett in unserer Hand. Künstliche Intelligenz dient uns als Werkzeug, um unsere Themen in Dialogform zu bringen und zu vertonen.

Transkript anzeigen

00:00:02: Willkommen zum IHK Business Update, dem News Podcast der IHk Düsseldorf.

00:00:07: Hier

00:00:07: geht es alle zwei Wochen um die Themen, die die Wirtschaft vor Ort bewegen.

00:00:11: Entwicklungen aus Unternehmen, neue Impulse und Geschichten, die zeigen was die Region gerade antreibt.

00:00:17: Kurz klar – Wirtschafts-Düsseldorff.

00:00:22: Unternehmen wollen wachsen, investieren und ihre Transformation vorantreiben.

00:00:28: Doch was passiert wenn genau das immer komplizierter wird?

00:00:31: Dann wird aus einer einzelnen Hürde schnell eine Standortfrage.

00:00:36: In Europa erschweren unterschiedliche Regeln den Schritt über Grenzen, gleichzeitig beeinflussen hohe Energiekosten und fehlende Planungssicherheit ob Unternehmen überhaupt investieren.

00:00:48: Zwei ziemlich unterschiedliche Themen also europäisches Gesellschaftsrecht und Energiepolitik.

00:00:54: Auf den ersten Blick ja!

00:00:56: Im Kern geht es aber um dieselbe Frage Welche Rahmenbedingungen brauchen Unternehmen, damit aus unternehmerischen Plänen tatsächlich Investitionen und Wachstum werden?

00:01:06: Genau darum geht es in dieser Folge.

00:01:09: Noch ein Hinweis!

00:01:10: Wir sind nur KI ebenso wie unsere Dialogtexte

00:01:14: Aber die Inhalte dahinter sind natürlich IHK gecheckt und ganz real – Aus der Wirtschaft, aus der Region.

00:01:22: Warum ist Wachztum in Europa eigentlich noch so kompliziert?

00:01:27: Wir haben einen gemeinsamen Binnenmarkt Und trotzdem kann ein Unternehmen beim Schritt über die Grenze plötzlich auf ganz andere Regeln und Strukturen treffen.

00:01:35: Ja, diese Reibung ist wirtschaftlich alles andere als harmlos!

00:01:40: Schätzungen zeigen – bürokratische Hürden und die Fragmentierung des Binnenmarkts können ähnlich bremsen wie hohe Handelzähmnisse.

00:01:48: Gerade für mittelständische Unternehmen heißt das oft mehr Aufwand, mehr Unsicherheit, mehr Kosten.

00:01:58: Klingt ein bisschen nach europäischer Super-GMBH.

00:02:03: Ist das die Idee?

00:02:04: Nicht ganz!

00:02:05: Die EU Incorporated soll nationale Rechtsform wie die GmbH nicht abschaffen.

00:02:11: Gedacht ist eine zusätzliche freiwillige europäische Rechtsform, Unternehmen könnten sie für eine Neugründung wählen oder möglicherweise später dorthin wechseln.

00:02:20: und wichtig – das Ganze ist noch nicht beschlossen.

00:02:23: Okay... Aber was hätte ich als Unternehmerin oder Unternehmer konkret davon?

00:02:27: Nehmen wir einen wachsenden Technologiebetrieb, der will Kapital aufnehmen und zum Beispiel in Frankreich und den Niederlanden wachsen.

00:02:34: Heute können unterschiedliche nationale Gesellschaftsrechte dabei zusätzliche Hürden schaffen.

00:02:40: eine europaweit bekannte Rechtsform könnte manches vereinfachen besonders für Unternehmen und Investoren die über Grenzen hinweg arbeiten.

00:02:48: wo genau soll es einfacher werden

00:02:49: vor allem digital.

00:02:51: Die Idee ist, Unternehmensdaten einmal erfassen und anschließend europaweit nutzen.

00:02:56: Selbst eine Gründung innerhalb von achtundvierzig Stunden ist im Gespräch.

00:03:00: Achtundvierzig Stunden für eine europäische Gesellschaft?

00:03:03: So zumindest das Ziel!

00:03:05: Dazu sollen Anteile digital übertragbar sein – und ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindeststammkapital sieht der bisherige Entwurf ebenfalls nicht vor.

00:03:14: Das

00:03:14: könnte gerade für unseren Technologiebetrieb interessant sein wenn er einen Investor an Bord holen will….

00:03:20: Genau, der Investor müsste sich bei Beteiligungen in mehreren Ländern nicht jedes Mal in eine völlig andere Gesellschaftsform einarbeiten.

00:03:28: Eine bekannte europäische Rechtsform könnte Investitionen über Grenzen hinweg dadurch einfacher machen.

00:03:34: Aber

00:03:34: auch für unseren Technologiebetrieb gilt dann nicht EU-Inkwählen und plötzlich verschwinden alle Europäischen Hürden?

00:03:40: Nein!

00:03:41: Arbeitsrecht, Steuerrecht und Inservenzrecht sollen weiterhin weitgehend national geregelt bleiben Denn Binnenmarkt heißt noch nicht überall dieselben Spielregeln.

00:03:51: Die EU-Ink könnte Reibung reduzieren, aber sie macht aus siebenundzwanzig Märkten nicht automatisch einen einzigen.

00:03:58: Klingt

00:03:58: gut!

00:03:59: Aber vieles davon ist ja noch Zukunftsmusik – was davon sollte ein Unternehmen heute überhaupt ernst nehmen?

00:04:04: Vor allem die Richtung.

00:04:06: Der politische Gestaltungsprozess läuft noch und die IHK Düsseldorf ordnet diese europäischen Entwicklungen aus Unternehmenssicht ein.

00:04:14: Für unseren Technologiebetrieb geht es also nicht darum, morgen die Rechtsform zu wechseln – aber er kann heute schon prüfen, wo unterschiedliche Gesellschafts- und Beteiligungsstrukturen sein Wachstum erschweren….

00:04:27: …und beobachten welche Regeln am Ende tatsächlich beschlossen

00:04:30: werden.".

00:04:31: Die

00:04:31: EU Incorporated könnte also eine Hürde kleiner machen!

00:04:35: Aber selbst wenn Expansion rechtlich einfacher wird bleibt die Frage Lohnt sich die Investition überhaupt?

00:04:42: Und da landen wir bei einem Kostenfaktor, der für viele Unternehmen entscheidend geworden ist.

00:04:46: Energie!

00:04:50: Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt für eine neue Anlage oder mehr Energieeffizienz.

00:04:56: Dann kommt die Energierechnung und plötzlich wird noch einmal gerechnet.

00:05:01: Genau dieser Zielkonflikt zeigt sich im DIHK-Energiewendebarometer ... ... und in der regionalen Auswertung der IHK Düsseldorf.

00:05:11: Vier von zehn der regional befragten Unternehmen sagen, dass Energiekosten ihre Wegbewerbsfähigkeit beeinträchtigen.

00:05:18: Investitionen in Klimaschutz, Kernprozesse sowie Forschung und Innovation werden teilweise zurückgestellt.

00:05:25: Allerdings reden wir regional nur über rund fünfzig Antworten.

00:05:29: Genau das ist kein repräsentatives Gesamtbild sondern ein Stimmungsbild aber eines mit einem ziemlich klaren Signal.

00:05:36: Unternehmen wollen die Transformation vorantreiben.

00:05:39: Gleichzeitig müssen sich Investitionen unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen rechnen.

00:05:44: Heißt das im Umkehrschluss?

00:05:46: Die Unternehmen warten einfach auf bessere Bedingung?

00:05:49: Nein, und das ist der interessante Punkt!

00:05:51: Viele handeln längst selbst – mehr als zwei Drittel der regional befragten setzen auf Energieeffizienz.

00:05:58: Andere sichern sich mit langfristigen Energielieferverträgen gegen Preisschwankungen ab oder investieren in eigene Energieerzeugung.

00:06:06: Sie versuchen also die Dinge zu beeinflussen, die sie selbst in der Hand haben.

00:06:10: Aber was heißt das für die nächste größere Investition?

00:06:13: Energie ist längst nicht mehr nur eine Kostenfrage – sie wird zur Investitionsfrage!

00:06:18: Entscheidend ist weniger, was kostet die Energie heute sondern traue ich mich unter diesen Bedingungen für die nächsten zehn Jahre zu investieren.

00:06:27: Und genau da stößt der einzelne Betrieb irgendwann an Grenzen.

00:06:31: Effizienzsteigern kann ein Unternehmen selbst Aber Netze, Genehmigungen oder energiepolitische Planungssicherheit eben nicht.

00:06:38: Genau dort setzt die Interessenvertretung der IHK Düsseldorf an.

00:06:43: Die regionale Auswertung zeigt welche Hindernisse Unternehmen besonders beschäftigen.

00:06:48: Bürokratie steht dabei ganz oben Hinzukommen fehlende Planbarkeit der Energiepolitik langwierige Genehmigung Verfahren und Defizite bei der Energieinfrastruktur.

00:06:59: Damit wird aus der Energierechnung ziemlich schnell eine Standortfrage.

00:07:03: Genau, aus diesen Rückmeldungen der Unternehmen leitet die IHK Düsseldorf konkrete wirtschaftspolitische Forderung ab.

00:07:10: Wettbewerbsfähige Energiepreise, leistungsfähige Netze, schnellere Genehmigung und technologieoffene Rahmenbedingungen.

00:07:18: Und am Strich bleibt damit eine ziemlich klare Botschaft.

00:07:21: Transformation braucht Investitionen – und Investition brauchen Planungssicherheit!

00:07:31: Ob EU-incorporated oder Energiepolitik?

00:07:35: Unternehmen können vieles selbst entscheiden, aber nicht die Bedingungen unter denen sie investieren.

00:07:41: Und genau deshalb lohnt sich der Blick auf politische Entscheidungen bevor Sie im eigenen Betrieb ankommen.

00:07:47: Im Online-Magazin der IHK Düsseldorf finden Sie die Hintergründe zu beiden Themen und mit unserer neuen Rubrik Brüsselticker erfahren Sie alle zwei Wochen welche Entwicklungen aus Europa für Unternehmen relevant werden

00:08:00: Damit Sie nicht jede Debatte verfolgen müssen Aber die kennen, die für ihr Unternehmen wichtig werden könnte.